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Studien zur Sternpunktbehandlung in MS- und HS-Netzen

Der hauptsächlich durch den fortschreitenden EEG-Zubau forcierte Ausbau der Elektroenergieversorgungsnetze findet in der MS-Netzebene nahezu ausschließlich auf Basis von Drehstrom-Kabeln statt.

Auch in den HS-Netzen kommen, auf Grund der aktuellen politischen Rahmenbedingungen und der schwindenden Akzeptanz von Freileitungsneubauten, verstärkt Kabel zum Einsatz. Die damit verbundene Erhöhung der Restströme in den isoliert bzw. kompensiert betriebenen Netzen erfordert die Einleitung technischer Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung der in DIN VDE 0228 definierten Löschgrenzen des Erdschlusslichtbogens bzw. der in DIN VDE 0101 festgelegten zulässigen Berührungsspannungen.

Als geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung zulässiger Erdschlussrestströme gelten bspw.:

  • Netzauftrennung (Einsatz zusätzlicher HS/MS-Transformatoren bzw. HS/HS-Trenntransformatoren)
  • aktive Kompensation der Erdschlussrestströme
  • Umstellung auf die Niederohmige Sternpunkterdung NOSPE

Sie als Netzbetreiber stehen in diesem Zusammenhang vor der Aufgabe, aus den genannten Varianten ein technisch-wirtschaftliches Optimum zu ermitteln und die definierte Maßnahme im Detail umzusetzen. Bezüglich der Umstellung auf die Niederohmige Sternpunkterdung ergibt sich vor allem die Schwierigkeit, dass eine Vielzahl von Detailaspekten zu bewerten ist, um eine belastbare Aussage zu den Kosten der NOSPE-Umstellung zu treffen.

Desweiteren gestaltet es sich insbesondere bei 110-kV-Verteilnetzen größerer Ausdehnung schwierig, die Abfolge der Umsetzung der Detailmaßnahmen festzulegen.

Die P&M Power Consulting GmbH bietet Ihnen in diesem Zusammenhang Ingenieurleistungen zu folgenden Schwerpunkten an:

  • Technisch-wirtschaftlicher Variantenvergleich der verschiedenen Maßnahmen zur Beherrschung der einpoligen Fehlerströme (s.o.)
  • Technisch-wirtschaftliche Bewertung der Umstellung auf die Niederohmige Sternpunkterdung:
    • Dimensionierung der NOSPE (Festlegung der Sternpunktimpedanzen und deren Standorte im Netz)
    • Überprüfung der Anregesicherheit und Selektivität des Netzschutzes
    • Überprüfung der Einhaltung der zulässigen Schritt- und Berührungsspannungen
    • Überprüfung der Dimensionierung der Erdungsanlagen
    • Untersuchung der galvanischen und induktiven Beeinflussung von Fernmeldeanlagen
    • Überprüfung der Sternpunktkopplung zwischen verschiedenen Netzebenen
    • Bewertung der Einführung der einpoligen AWE im Vergleich zur dreipoligen AWE
    • Ermittlung des Mengengerüstes und der Kosten für die Umstellung auf die Niederohmige Sternpunkterdung
    • Festlegung der Strategie bzw. des zeitlichen / organisatorischen Ablaufes der Umstellung auf die Niederohmige Sternpunkterdung